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Azubi und Ausbilder prüfen gemeinsam einen KI-Vorschlag an einer realen Arbeitsaufgabe
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6. Oktober 2026

KI in der Ausbildung: Nicht das Tool zuerst, sondern die Lernaufgabe

KI zieht in die Ausbildung ein. Die entscheidende Frage ist aber nicht, welches Tool ein Betrieb freigibt. Die entscheidende Frage lautet: Woran lernen Auszubildende, ob ein KI-Vorschlag für die konkrete Arbeit taugt? Ein Beispiel: Ein Azubi lässt sich von einer KI einen Kundenauftrag zusammenfassen. Das kann sinnvoll sein. Gelernt hat er dadurch aber noch nicht automatisch etwas. Ausbildung beginnt dort, wo er fehlende Angaben erkennt, den Vorschlag mit einer Zeichnung oder Vorgabe prüft, eine Rückfrage formuliert und begründet, was er übernimmt – und was nicht. Genau diese Schritte werden künftig wichtiger: Aufgabe verstehen, KI gezielt einsetzen, Ergebnis prüfen, Entscheidung erklären. Das ist keine technikfeindliche Haltung. Im Gegenteil. Wer KI beruflich kompetent nutzen will, muss mehr können als gute Eingaben schreiben. Er muss Qualität beurteilen, Risiken erkennen und Verantwortung übernehmen. Das gilt in der Werkstatt genauso wie im Büro, im Handel oder in der Pflege. Für Ausbildungsbetriebe folgt daraus eine konkrete Änderung: Der nächste KI-Workshop sollte nicht mit einer Tool-Demo beginnen. Nehmt eine echte Ausbildungsaufgabe und markiert drei Spalten: Wo darf KI unterstützen? Was muss ein Mensch prüfen? Was bleibt eine menschliche Entscheidung? So wird aus dem Schlagwort „KI-Kompetenz“ eine beobachtbare Lernleistung. An welcher realen Aufgabe lernen eure Auszubildenden heute schon, KI-Ergebnisse zu prüfen – statt sie nur zu übernehmen?

Ausbildungsinteressierter und Ausbildungsleiter sprechen über einen praktischen Arbeitsauftrag statt nur über Zeugnisse
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5. Oktober 2026

Ausbildung hat kein Imageproblem: Der Zugang entscheidet

Ein Betrieb schaltet eine neue Ausbildungsanzeige. Sie klingt freundlich, modern und offen. Trotzdem bewerben sich wieder vor allem diejenigen, die ohnehin glauben, gute Chancen zu haben. Das eigentliche Problem liegt oft nicht beim Image der Ausbildung. Wer den Einstieg geschafft hat, ist mit der Ausbildung häufig zufrieden. Das Problem liegt beim Zugang: bei der Frage, ob junge Menschen sich angesprochen fühlen, den Auswahlprozess verstehen und an eine faire Chance glauben. Aktuelle Daten zeigen diese Spannung deutlich. Die Bundesagentur für Arbeit meldete bis August 2026 gleichzeitig 102.000 Bewerberinnen und Bewerber ohne Ausbildungsstelle oder Alternative und 116.000 unbesetzte Ausbildungsstellen. Diese Zahlen sind ein vorläufiger Monatsstand und keine einfache 1:1-Lücke. Sie zeigen aber, dass Reichweite allein keine Passung herstellt. Für Ausbildungsbetriebe folgt daraus eine praktische Aufgabe: Nicht nur den Beruf beschreiben, sondern den Weg hinein. Welche Aufgabe kann jemand im Auswahlprozess bearbeiten? Was zählt neben Schulnoten? Wie sieht der erste Monat aus? Wer hilft, wenn Fachbegriffe, Abläufe oder unausgesprochene Regeln noch neu sind? Eine faire Zugangstür bringt nicht automatisch mehr Bewerbungen. Sie kann aber Menschen erreichen, die sich bisher selbst aussortiert haben – und sie macht früher sichtbar, ob Erwartungen und Ausbildungsrealität zusammenpassen. Welche Stelle in eurer aktuellen Ausbildungsanzeige zwingt Bewerberinnen und Bewerber noch zum Raten?

Ausbilderin und vier junge Menschen sortieren gemeinsam unterschiedliche Ausbildungswege an einer Werkbank
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4. Oktober 2026

Ausbildung ist nicht gleich Ausbildung: Warum Recruiting vier unterschiedliche Zielgruppen braucht

Die meisten Ausbildungsanzeigen klingen, als gäbe es eine Zielgruppe namens „Azubis“ – mit denselben Erwartungen, denselben Stärken und demselben Weg in den Beruf. Das ist bequem. Aber es wird der Realität nicht gerecht. Ein aktueller BIBB-Report unterscheidet 338 duale und schulische Ausbildungsberufe in vier Segmenten. Die Ausbildungsrealitäten unterscheiden sich unter anderem bei Zugangschancen, betrieblicher Bindung und der Stabilität von Ausbildungsverhältnissen. In den untersuchten dualen Berufen lagen die durchschnittlichen Vertragslösungsquoten je nach Segment deutlich auseinander. Für Betriebe ist das keine neue Schublade, in die junge Menschen sortiert werden sollen. Es ist ein Hinweis, Recruiting und Onboarding genauer auf den konkreten Beruf abzustimmen. Eine Anzeige sollte deshalb nicht nur „abwechslungsreiche Aufgaben“ versprechen. Sie sollte zeigen, welches Können im ersten Jahr entsteht. Ein Auswahlverfahren sollte nicht nur prüfen, wer sich gut verkauft, sondern wie jemand an eine realistische Aufgabe herangeht. Und der erste Ausbildungsmonat sollte eine Lernstrecke sein – mit klaren Aufgaben, Rückmeldungen und einem sichtbaren Übergang von Anleitung zu Selbstständigkeit. Die entscheidende Frage lautet nicht: Wie erreichen wir noch mehr Bewerbungen? Sondern: Verstehen beide Seiten früh genug, welche Art von Arbeit, Lernen und Verantwortung sie erwartet? Wie stark richtet ihr Ausbildungsmarketing bereits am konkreten Berufsbild aus?

Ausbilderin und junger Bewerber prüfen nach Ausbildungsbeginn gemeinsam einen Kalender an einem noch leeren Ausbildungsarbeitsplatz
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3. Oktober 2026

Ausbildungsmarkt 2026: Nach dem Bewerbungsschluss beginnt die eigentliche Passungsarbeit

Viele Ausbildungsbetriebe behandeln den 1. August oder 1. September wie eine Ziellinie. Vertrag unterschrieben, Stelle besetzt, Thema erledigt. Die aktuellen Daten erzählen eine andere Geschichte: Der Ausbildungsmarkt bleibt in Bewegung, selbst wenn die klassischen Bewerbungsfristen vorbei sind. 2025 wurden rund 476.000 neue duale Ausbildungsverträge geschlossen – weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig waren Ende September 84.400 junge Menschen noch auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Und in der DIHK-Umfrage berichtet fast jeder zweite Ausbildungsbetrieb, nicht alle Plätze besetzt zu haben. Das Problem ist nicht nur Reichweite. Es ist Passung: Beruf, Region, Voraussetzungen, Erwartungen und der konkrete Start im Betrieb müssen zusammenfinden. Wer nur auf perfekte Bewerbungen wartet, verliert Zeit. Wer nach dem offiziellen Start nicht mehr vermittelt, ebenfalls. Für Betriebe heißt das: Bewerbungsprozesse länger offenhalten, Absagen nicht zum Endpunkt machen, Alternativen sauber erklären und auch kurzfristig erreichbare Kandidatinnen und Kandidaten ernsthaft prüfen. Nicht jede Lücke lässt sich schließen. Aber manche entsteht, weil der Prozess zu früh endet. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Warum bewirbt sich niemand?“ Sondern: „Wie lange und wie beweglich ist unser Weg in Ausbildung?“ Wie sieht das bei Ihnen aus – ist der Ausbildungsstart ein Abschluss oder der nächste Prüfpunkt für die Passung?

Ausbildungsbetrieb bespricht mit einem jungen Bewerber Vergütung und Monatsbudget
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2. Oktober 2026

Ausbildungsvergütung 2026: 724 Euro sind eine Untergrenze, kein Recruitingkonzept

724 Euro im ersten Ausbildungsjahr. Gesetzlich korrekt – und als Recruitingargument trotzdem zu wenig. Wer eine Ausbildungsstelle besetzen will, darf Vergütung nicht als Randnotiz behandeln. Junge Menschen rechnen nicht nur den Betrag. Sie prüfen den ganzen Alltag: Was kostet der Weg zur Arbeit? Wie planbar sind die Zeiten? Was lerne ich konkret? Wer hilft mir, wenn ich etwas noch nicht kann? Und was ist nach der Ausbildung möglich? Die Mindestausbildungsvergütung ist eine wichtige Untergrenze. Sie schützt vor zu niedriger Bezahlung. Aber sie erklärt noch nicht, warum jemand gerade diesen Betrieb wählen sollte. Genau hier liegt die praktische Aufgabe für Ausbildungsbetriebe: aus einer Zahl ein prüfbares Angebot machen. Eine gute Stellenanzeige nennt die Vergütung je Ausbildungsjahr, zeigt Zusatzleistungen und macht sichtbar, wie der Einstieg aussieht. Nicht mit einer weiteren Benefitsammlung, sondern mit konkreten Situationen: Welche Aufgabe übernimmt ein Azubi nach drei Monaten? Gibt es ein Monatsticket? Wer ist ansprechbar, wenn Berufsschule und Betrieb gleichzeitig schwierig werden? Wie wird Entwicklung besprochen? Das ist kein Versprechen auf eine reibungslose Ausbildung. Es ist ehrliche Orientierung. Die Frage für die nächste Ausschreibung lautet deshalb nicht nur: „Was zahlen wir?“ Sondern auch: „Welchen Alltag können Bewerberinnen und Bewerber bei uns realistisch erwarten – und was bauen sie hier auf?“

Ausbilder und internationaler Auszubildender besprechen an einer Werkbank den Ausbildungsplan und wichtige Fachbegriffe.
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1. Oktober 2026

Ausländische Azubis: Der Vertrag ist nur der Anfang

Mehr Unternehmen holen Auszubildende aus dem Ausland. Der Vertrag ist unterschrieben – und trotzdem beginnt die Arbeit erst. 2025 stieg die Zahl der neuen Ausbildungsverträge von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit um 18 Prozent. Über die Unterstützung der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung starteten 923 junge Menschen aus dem Ausland eine Ausbildung in Deutschland. Das verändert den Ausbildungsmarkt, sagt aber nichts darüber, ob jemand im Betrieb ankommt. Internationale Nachwuchsgewinnung ist kein reines Recruitingprojekt. Ein junger Mensch muss gleichzeitig Beruf, Betrieb, Berufsschule, Sprache und oft auch ein neues Land verstehen. Wer am ersten Tag nur den Arbeitsplatz zeigt, hat den Einstieg noch nicht organisiert. Ein guter Start braucht deshalb mehr als ein Begrüßungsgespräch: eine feste Ansprechperson, klare Informationen zu Berufsschule und Betriebsregeln, Fachsprache an echten Aufgaben und kurze Gespräche nach den ersten Wochen. Unterstützung sollte beginnen, bevor aus einer Lernlücke ein Konflikt wird. Die Assistierte Ausbildung der Bundesagentur für Arbeit kann Betriebe bei Sprach- und Lerndefiziten, Organisation und Konflikten unterstützen. Das ist kein Zeichen dafür, dass jemand „nicht reicht“. Es ist ein Werkzeug für Ausbildung unter realen Bedingungen. Der Vertrag öffnet die Tür. Ob jemand durch diese Tür wirklich ankommt, entscheidet sich im Alltag. Wie gestaltet ihr den Weg vom internationalen Recruiting zum tragfähigen Ausbildungsstart?

Ausbilder zeigt einem jungen Mitarbeiter eine praktische Aufgabe in einer kleinen Werkstatt; im Hintergrund verbinden sich mehrere Ausbildungsorte.
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30. September 2026

Kleine Betriebe, große Lücke: Warum Ausbildungsförderung vor Ort ansetzen muss

Viele kleine Betriebe würden ausbilden. Aber sie schaffen es nicht zuverlässig, den gesamten Weg allein zu organisieren. Das Problem beginnt deshalb nicht immer bei der Zahl der Bewerbungen. Es beginnt oft früher: bei der Frage, wer eine Ausbildungsstelle sichtbar macht, Bewerbungen beantwortet, Berufsschulfragen klärt, Lernschritte plant und in den ersten Wochen ansprechbar bleibt. In einem kleinen Unternehmen liegen diese Aufgaben schnell auf wenigen Schultern. Fällt eine Person aus, wird aus Ausbildung ein Risiko. Eine neue Förderinitiative des Bundes setzt genau dort an. Modellprojekte sollen Klein- und Kleinstunternehmen dabei unterstützen, (wieder) auszubilden, ihre Ausbildungsaktivitäten zu stabilisieren oder bestehende Angebote auszubauen. Der interessante Perspektivwechsel: Nachwuchsgewinnung wird nicht nur als Kommunikationsproblem verstanden, sondern auch als Organisationsaufgabe. Für die Praxis heißt das: Kleine Betriebe brauchen nicht zwingend den Auftritt eines Konzerns. Sie brauchen Anschluss. Eine regionale Struktur kann Bewerbungen koordinieren, Berufsschulen einbinden und Ausbildungsaufgaben teilen. Der erste Schritt muss nicht groß sein. Drei Betriebe können ihren Ausbildungsweg gemeinsam aufzeichnen und jede Lücke markieren: Wo verlieren wir Interessierte? Welche Aufgabe hängt an einer einzigen Person? Was könnten wir teilen? Welche Unterstützung würde eurem Betrieb helfen, Ausbildung nicht nur anzubieten, sondern im Alltag verlässlich zu tragen?

Ausbildungsleiter und Bewerber betrachten zwei Wege zwischen Online-Bewerbung und praktischer Aufgabe in einer Werkstatt
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29. September 2026

Ausbildungsmarkt 2026: Zwei offene Seiten ergeben noch kein Match

Zwei offene Seiten ergeben noch kein Match. Im August meldete die Bundesagentur für Arbeit mehr Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsstellen als im Vorjahr – und gleichzeitig deutlich weniger gemeldete Ausbildungsstellen. Trotzdem blieben 102.000 Bewerber ohne Ausbildungsstelle oder Alternative, während 116.000 Stellen unbesetzt waren. Die Zahlen sind eine Momentaufnahme und keine einfache Erklärung für jeden Fall. Sie zeigen aber ein Problem, das viele Betriebe aus dem Alltag kennen: Reichweite allein bringt noch keine passende Entscheidung. Wer Ausbildung besetzen will, sollte deshalb die Strecke zwischen Interesse und Start genauer ansehen. Versteht ein junger Mensch nach zwei Minuten, was er im Beruf konkret tun und lernen wird? Prüft das Auswahlverfahren Lernpotenzial – oder vor allem, wer bereits sicher in Bewerbungssituationen auftritt? Und weiß die Person nach dem Gespräch, wann es weitergeht? Ein Metallbetrieb kann zum Beispiel typische Lernmomente zeigen: eine Zeichnung lesen, eine Messung prüfen, einen Fehler suchen. Dazu ein Satz, der Druck herausnimmt: „Du musst das noch nicht können. Wir möchten sehen, wie du an eine Aufgabe herangehst.“ Das ist kein Versprechen auf Leichtigkeit. Es ist ein realistischer Einblick. Ausbildung beginnt nicht erst mit dem Vertrag. Sie beginnt dort, wo beide Seiten erkennen können, ob sie zusammenpassen. Welche Stelle in eurem Ausbildungsprozess verliert passende Menschen – die Anzeige, die Auswahl oder die Rückmeldung?

Ausbildungsleiter übergibt einem Auszubildenden Schlüssel und Kalender am Übergang zwischen Werkstatt und Wohnhaus
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28. September 2026

Ausbildung endet nicht am Vertrag: Warum Wohnraum zum Recruitingthema wird

Wohnraum ist kein Nebenthema der Ausbildung. Viele Betriebe suchen Nachwuchs. Für manche junge Menschen beginnt die eigentliche Hürde aber erst nach der Zusage: Wo kann ich wohnen, wie komme ich morgens zur Arbeit, und wer hilft, wenn die erste Lösung nicht trägt? Fast zwei Drittel der von der DIHK befragten Ausbildungsbetriebe sehen Handlungsbedarf beim Mangel an bezahlbarem Wohnraum. In Berlin und Hamburg sagen das sogar neun von zehn. Die Befragung bildet nicht den gesamten Wohnungsmarkt ab. Sie zeigt aber: Wohnraum ist für viele Betriebe eine Frage der Nachwuchsgewinnung. Besonders deutlich wird das bei internationaler Ausbildung. Mehr als jeder zweite Betrieb sieht Auszubildende aus Drittstaaten als Chance für die Fachkräftesicherung. Rund ein Drittel hat es bereits versucht; neun von zehn dieser Betriebe waren dabei erfolgreich. Nach der Zusage bleiben Fragen: Wie findet jemand ohne regionales Netzwerk ein Zimmer? Welche Hilfe gibt es bei Wohngeld oder Berufsausbildungsbeihilfe? Ein Ausbildungsplatz ist mehr als Vertrag, Arbeitsplatz und Berufsschule. Er ist auch ein erreichbarer Alltag. Betriebe müssen keine Wohnungen bauen. Aber sie können den Übergang organisieren: mit Informationen zu Mieten und Fahrtwegen, Kontakten zu Beratungsstellen und einer festen Ansprechperson bis in die ersten Wochen. Der praktische Test: Was passiert bei euch, wenn sechs Wochen vor Beginn noch keine Wohnung gefunden wurde? Wer diese Frage beantworten kann, macht aus Recruiting ein echtes Ankommen. Welche Unterstützung bietet ihr bereits?

Ausbilder und Auszubildender übersetzen eine modernisierte Ausbildungsordnung in konkrete Arbeit
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27. September 2026

Modernisierte Ausbildungsberufe: Warum neue Ordnung allein noch keine gute Ausbildung macht

Eine neue Ausbildungsordnung liegt auf dem Tisch. Sie ist offiziell, aktuell – und zunächst vollkommen still. Zum 1. August 2026 sind 22 modernisierte duale Ausbildungsberufe gestartet, darunter 19 Berufe der Bauwirtschaft. Das ist wichtig. Aber es verändert den Ausbildungsalltag nicht automatisch. Für Bewerber:innen wird ein Beruf erst dann greifbar, wenn ein Betrieb zeigen kann: Welche echte Aufgabe lerne ich? Wann bekomme ich Zeit, sie zu verstehen? Wer gibt mir Rückmeldung, bevor aus einem Fehler Frust wird? Genau hier liegt die eigentliche Arbeit der Betriebe. Aus „Digitalisierung“, „Nachhaltigkeit“ oder „modernen Arbeitsprozessen“ müssen konkrete Situationen werden. Eine digitale Dokumentation, die ein Azubi selbst erstellt. Ein Auftrag, dessen Wirkung er nachvollziehen kann. Ein festes Lernfenster im Kalender. Ein Gespräch, in dem nicht nur kontrolliert, sondern erklärt wird. Modernisierung beginnt in der Ausbildungsordnung. Attraktivität entsteht am Arbeitsplatz. Meine Frage an Ausbildungsbetriebe: Welche konkrete Aufgabe zeigt bei euch, dass das Berufsbild wirklich modernisiert wurde – und wer begleitet den ersten Schritt?

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